Wie sind die Bremer Unterkünfte?

Wie sind die Bremer Unterkünfte?

“Tauschen Sie sich nicht einmal mit anderen Mitbewerbern in der Hotellerie aus?“,

fragte unlängst die Steuerberaterin meiner Wahl, Hüterin der Schätze in Papierform, Philosophin und Heldin des Alltags.

Unterkünfte in Bremen

Tja…..was soll ich dazu sagen ohne beratungsresistent zu wirken?

Natürlich gibt es hilfreiche Erfahrungswerte der Betreiber anderer Gästehäuser, Hostels, Ferienwohnungen oder Pensionen. Natürlich gibt es zahlreiche informative Veranstaltungen der Bremer Tourismuszentrale und der Handelskammer am Marktplatz. Ich habe nur schon so viele besucht………und wozu gibt es das Internet?

Gelobt und getrommelt sei der Tag, an dem ein analytischer Familienangehöriger mich einer Pensionsbetreiberin vorstellte, die quasi mit wenig Besitz und viel persönlichem Einsatz, ihre Selbstständigkeit verwirklichte. Grundschritte durfte ich von ihr lernen und an die Unterstützung der ersten Zeit erinnere ich mich dankbar. Wir sprechen vom Jahre 2011.

Wie sind jetzt die Bremer Unterkünfte?

Tja…….ich würde sagen:“ Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Gerne habe ich die Vita von „Regina Leithäuser“, einer der ersten Gästehausbetreiberinnen in Bremen, gelesen. Noch lieber hätte ich sie persönlich in ihrem Wirken kennen gelernt. Ich mutmaße, dass ihre Lebensphilosophie der meinen ein wenig ähnelte. Ansonsten mag ich keine Vergleiche mit anderen Beherbergungsbetreibern.

Inzwischen ist viel Wasser die Weser runter gelaufen“ und die amerikanische Romantik der früheren Jahre „vom Tellerwäscher zum Millionär“ ist abgelaufen. Vorbei sind auch für mich verkrustete Hotelkonzepte.

Für Unternehmertum, wie ich es mir vorstelle, bleibt wenig Raum. Kollegiales Miteinander ohne Hintergedanken war für mich noch nicht erkennbar. Watt bin ick froh, dass ich den Pfad der Authentizität entlang schlendern darf. Genossen im Sinne begleiten mich und erhellen den Alltag.

Wo schlaft ihr in Bremen?

Unterkünfte jeglichen Couleurs sprießen aus dem teuer gewordenen Bremen Boden. Die erwachsenen Kinder werden flügge und ziehen in ferne Städte? Muttern wird selbstständig und bietet euch den frei gewordenen Raum zu den preiswertesten Konditionen an? Steuerpflichtige Betreiber von Hotels, Hostels und Gästehäusern fangen da schon mal an, zu schlucken. Außerdem stehe ich euch nicht gern im Weg. Schließlich seid ihr Gäste auf Zeit und sollt euch zuhause fühlen.

Die Leidenschaft des Reisens

Ich bin keine Urlauberin. Erholen kann ich mich zuhause am besten. Ich zähle mich zu den Reisenden. Kulturstätten schaue ich mir eventuell an. Spannender finde ich allerdings die Bettstätten von heute. Nichts törnt mich mehr an wie Baumhäuser in den Lavendelfeldern der Provence, Agriturismo in den Cinque Terre, Hausboote auf Amsterdams Kanälen oder das mir mega sympathische Konzept einer „Superbude“ in Hamburg. Auf meiner Besichtigungsliste steht als nächstes das Frankfurter „Lindenberg“

Et voilá……..da haben wir ja den Austausch mit Mitbewerbern in der Hotellerie.

Warum ist das Kremer eigentlich kein Restaurant? Warum ist Bremen eine Biostadt? Das alles lest ihr natürlich in den verlinkten Artikeln!