Here we are oder das Kremer liebt es bunt!

Nöööö…..Kate Moss war nicht in unserer Ferienwohnung – nicht mal in Bremen.

Das Kremer Gästehaus im Herzen von Bremen mag es gern ausgefallen

Gästezimmer moss wurde nicht nach Kate benannt und die kleinen Einzelzimmer scarlet und schiaparelli sind keine typischen Mädchenzimmer, sondern einfach nach Farben benannt.

Im Jahre 2011 bezog ich die Räumlichkeiten über der historischen Centauren Apotheke im Schnittpunkt der Bismarckstraße und Schwachhauser Heerstraße. Die Wahl der Räumlichkeiten, die einst vorwiegend von Ärzten beseelt worden waren, begründete sich nicht nur aufgrund der Lage der Unterkunft. Zwar kam für mich nichts anderes als das Bremer Viertel in Frage, doch auch der Eingangsbereich, das Treppenhaus und die Aufteilung der Gästezimmer waren wichtige Kriterien. Das ehrwürdige Gebäude aus dem Jahre 1862 ist eines der ungewöhnlichsten Geschäftshäuser Bremens und ein wichtiges Beispiel des Backsteinexpressionismus der 20er Jahre. Ein Hauptwerk des Bremer Architekten Heinrich Behrens-Nicolai, der das ehemalige Wohnhaus für die Apotheker Löber und Hagemann 1928 umgestaltete. Die unverwechselbare Rotklinkerfassade in der weithin sichtbaren Ecklage, gefiel mir auf Anhieb. Beim Betreten des Eingangbereiches des Gästehauses empfangen Dich keine Schuhe auf jedem Treppenabsatz, sondern das schmiedeeiserne Treppengelände aus einer vergangenen Epoche.

So muss das sein!

Draußen tobt der Verkehr und beim Betreten der Wohnung herrscht Ruhe. Okay….nicht jedes Gästezimmer ist absolut ruhig. Schließlich befinden wir uns im Herzen Bremens. Jedes Gästezimmer unterscheidet sich von dem anderen. Ein wichtiger Punkt für die und das Kremer. Uniformität passt einfach nicht zu mir. Lediglich die kleinen Einzelzimmer Scarlet und Schiaparelli ähneln einander und unterscheiden sich ausschließlich in der Farbgestaltung.

Sieben Gästezimmer oder eine Ferienwohnung

So – da wären wir jetzt bei den Namen der Gästezimmer und der Gemeinschaftsräume. Wie kommt die Kremer denn auf italienische Bezeichnungen? Ich würde meinen, dass meine theatralische Ader und mein buntes Leben unter Italienern, dafür verantwortlich sind. Der italienische Einschlag ist in unserem Private Hostel nicht zu übersehen. So wurde aus der Bezeichnung Bad- das Bagno und die Küche ist die Cucina. In meinen Ohren klingt das wohltönender. Die Einzelzimmer Scarlet und Schiaparelli wurden allerdings nicht nach Scarlett o´Hara und Elsa Schiaparelli benannt. Kate Moss finde ich zwar super – als Namensgebung für den Raum Moss diente sie nicht. Auch die Stadt Sienna gefällt mir. Mit der Bezeichnung des Doppelzimmers Sienna hat sie nichts zu tun.

Farben und Namen der Gästezimmer

Die Entscheidung, ein Private Hostel zu gestalten, kam relativ spontan. Schnell brauchten die Gästezimmer einen Namen. Als visueller Mensch lag für mich die Unterscheidung der Übernachtungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Farben nahe. Zimmer blau, grün, gelb kam nicht in Frage. Schließlich gehörten die Bezeichnungen zu dem Beherbergungsbetrieb, in dem ich mein Praktikum absolvierte. Welche Farben also für mich? Die Frage ließ sich ganz leicht beantworten. Schließlich hatte ich ein paar Jahre mit den Farben, Materialien und Möbeln von Designers Guild gearbeitet. Eine Company, die ich heute noch liebe. Aus einem, von mir favorisiertem Tapetenbuch, übernahm ich die Namens-und Farbgebung für meine Gästezimmer. Doppelzimmer Sienna steht für die Erdtöne sowie gold, caramel und sandfarben. Mehrbettzimmer Vermilion zeichnet ein kräftiges Kardinalsrot aus. Der Name des Familienzimmers Black and White erschließt sich. Im Einzel-oder Doppelzimmer Moss findest Du grüne Farbakzente. Scarlet steht für ein Weinrot und Schiaparelli für ein Violett bis Aubergine. Im 2-Bettzimmer Indigo findest Du viele Blautöne.

Nomen est Omen

Als klassischer Pinguin oder aufgrund meiner Mentalität gehören die Farben schwarz und weiß einfach zu mir. Kein Wunder also, dass mir das Gästezimmer Black and White über den Zeitraum von sechs Monaten, als komfortable Unterkunft diente. Seine Regale sind noch voll gestopft mit Lektüre und in absoluter Nähe des Gästebettes. Ebenso die Ablagen für alles, was Dein Herz begehrt. Ob hundemüde oder auch mal erkältet – hier kannst Du Dich ausbreiten und Energie für den nächsten Tag tanken.

Das Bett – ein natürlicher Lebensraum.

Auch 2017 gehts natürlich weiter hier im Gästehaus!

Das Gästehaus ist umgezogen! Lest gern den verlinkten Beitrag um näheres zu erfahren!