Gästehaus versus Gastronomie

Gästehaus versus Gastronomie

Warum ein Gästehaus und keine Gastronomie?

Gasthaus versus Gastronomie

Tja……Meine Schul-und Berufskarriere lässt sich am besten in einer kurzen „Kreuz und Quer“ Vita zusammenfassen.

„Mittelstand gleich Mittelschule“. So lautete das Familienmotto. Das wäre auch nicht das Thema gewesen. Während meiner Schulzeit fand ich die Lehrbeauftragen eher null inspirierend und nahm daher die Rolle der Provokateurin an. Ein Zustand, der meine Geschwister nicht immer begeisterte. Der Schulempfang mit:“ Oh neee – nicht schon wieder ein Kremer“ ließ sie in Schubladen verschwinden, in die sie nicht zwingend gehörten. Meine Schulkarriere bestand darin, auf keinen Fall die Klassen zu wiederholen. Schließlich galt es hier, die Institution so schnell wie möglich hinter mir zu lassen (an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei meinem Englischlehrer bedanken. Der Einzige, dessen Lehrstil ich verstand und dessen Noten meine Versetzung garantierten).

Mein Berufsleben gestaltete sich ähnlich. Selbsternannte Autoritäten waren nicht mein Fall und so durchlief ich mehr oder wenig holprig etliche Jobs. Die, die mich erkannten, wunderte es wenig, dass ich 23 Jahre in der italienischen Gastronomie hängen blieb. Unorthodoxe Arbeitszeiten, Gäste aus aller Herren Länder und aus allen Gesellschaftsschichten, rasendes Arbeitstempo, körperliche Belastungen bis zum Umfallen, bühnenreife Auseinandersetzungen, selbst bestimmtes Arbeiten und nicht zu vergessen:“ Maria – ihr schmeckt es“. Dieses italienische Essen und Trinken war einfach für mich gemacht.

Einhergehend mit familiären Verlusten stellte sich leider irgendwann die Frage:“ Wie lange kann ich das aushalten und vor Allem, wohin mit mir?

„Mach doch deine Leidenschaft zum Beruf.“

Das hatte ich ja schon. Essen stand und steht für mich an erster Stelle. Welche Leidenschaft sticht außerdem noch hervor? Diese Antwort fiel mir nicht schwer. Schlafen – ganz klar: SCHLAFEN. Ein Übernachtungsbetrieb musste her und wie schon im vorher gegangenen Blog erwähnt: „Bitte ein geldbeutelschonendes Hostel“ für Normalos wie mich. Eine Unterkunft für Gäste, die den „Dottore“ bei der Anrede weglassen.

Selbsternannte Autoritäten, Promis, Aufgeblasene, Wichtigtuer und Dummschwätzer aus Schein- und Unterwelt hatte ich ausreichend in der Gastronomie genossen.

Mein Engagement, dass alle Gäste gleich sind und Jeder Jeden zu respektieren hat, darf nicht umsonst gewesen sein. Mir reicht das Herumscharwenzel der, in der Nachbarschaft angesiedelten „italienischen“ Gastronomiebetreiber um „Dottore“. Mir reicht es auch, dass er mir meine Lasagne vor der Nase wegschnappen darf. Ich entschuldige vieles. Mein Magen leider nicht.

Wieder einmal beim Essen gelandet, möchte ich noch ergänzend anführen: „Ein Catering Unternehmen führen wir nicht. Falls ihr Unterstützung benötigt und ihr in meine Zeit investieren wollt, sprecht mich gerne an. Ansonsten führen wir ein Gästehaus, das optimalen Platz für Gruppen upto14people, bietet. Gerne schleppen wir mal das ein oder andere Bettzeug für euch durch die Gegend, damit ihr die Räumlichkeiten des Hostels optimal nutzen könnt. That´s it.

Ihr braucht ein Rundum-Sorglos-Catering?

Es gibt ausreichend im Bremer Viertel und in Bremen sowieso. Ihr wollt eure Truppe selber versorgen? Dann lest warum Bremen eine Biostadt ist!