Die Seele des Ostertores

Die Seele des Ostertores

Die Seele des Ostertors - Ein Artikel vom Bremer Gästehaus das Kremer

Ja – ich weiß….. der Blogartikel des Gästehauses im Bremer Viertel ist nicht dazu da, sich von einem liebenswerten Menschen zu verabschieden. Da SEO Meister Benny anmerkte, dass Blogartikel erst mit Kultstatus gelesen werden – so what?

Dieser liebenswerte Mensch gehörte weder zur Familie noch zum Freundeskreis, doch irgendwie fehlt ein Funken der Menschlichkeit, seit dem er gegangen ist. Das Ostertor ist nicht mehr das, was es war ohne ihn, dem Besitzer der Kultlocation Litfass am Ostertorsteinweg. Kennengelernt habe ich ihn vor mehr als 20 Jahren. Damals lebte ich noch auf dem Land und arbeitete in einem Lokal, wo er und seine Freunde ab und an zu Gast waren. Mit meiner Schwester und Jemanden wie ihm hätte ich gerne Projekte gestartet. Seine menschlische, liebenswürdige und allen Artgenossen Respekt entgegenbringende Art bleiben unvergessen. Seine Werte scheinen den meinen sehr nah.

Das Viertel lebt……

Eine Devise, die er vertrat. Gentrifizierung kam für ihn nicht in Frage. Das Viertel soll leben und zwar mit Leben auf der Straße und vor allen Dingen mit viel Musik. Künstler aus aller Herren Länder wurden in seinem Haus angetroffen. Hier fühlte sich Jeder wohl, weil er als Mensch wahr genommen wurde. Er hat sich stark gemacht für das Viertel und seine Seele wird hier weiter leben – dem Stadtteil, der schon während meiner Jugend als der einzig wahre Stadtteil von Bremen empfunden wurde. Ein Stadtteil für Jung und Alt, Arm aber sexy und vor allen Dingen: Sehr, sehr bunt. Lichtgestalten aus früheren Jahren und wie er sind rar geworden. Es bleibt die Hoffnung, dass sein Geist weiter gegeben wurde. Ich werde danach Ausschau halten, denn ich möchte auch in Zukunft froh sein,wenn ich aus der Bahn oder dem Flieger steige und Bremer Boden berühre. Bremen – ein Ort zum Wohlfühlen und Durchatmen. Hier liegt noch Freiheit in der Luft.

Ein großes „Merci“ an Menschen wie Norbert Schütz